Kik macht alles richtig

Vorwort
Beim Lesen des Artikels bitte ich, das ganze mit dem selben Abstand zu betrachten, den ich dabei wahrte. Ich kümmerte mich weder um Einzelschicksale oder die ethnische Korrektheit meiner Überlegung. Das ist meine Überlegung, meine Ansicht wo es hinführt und mein, wenn auch bitterer Gedanke, was man denn überhaupt noch tun könnte. Es ist weder rassistisch, noch chauvinistisch, noch sonst irgendwie… als böse zu werten. Schönen Tag.

Aber egal. Neulich auf youtube kam ich auf eine ARD-Reportage vom NDR (keine Ahnung wer´s gedreht oder ausgestrahlt hat, tut auch nichts zur Sache). Das Beste wäre, sich die einmal anzusehen, um mit den 28 Minuten in die richtige „Stimmung“ zu kommen.

Bei vielen ist sicherlich der erste Gedanke, welch schrecklicher Menschenschinder Kik doch ist, unter aller menschlichen Würde die Ärmsten dieser Welt unter diesen Bedingungen für diesen lächerlichen Lohn schuften zu lassen, ohne Rücksichte auf jegliche Schicksale der Betroffenen zu nehmen, nur um Discount-Preise erzielen zu können und dabei als Geschäftsführer auch noch frech zu grinsen, wenn man darauf angesprochen wird. Puh, das war alles ein Satz!Nieder mit Kik praktisch.
Für mich jedoch ist nicht Kik der Böse. Er ist weder Ursache, noch Katalysator des Übels. Meiner Meinung nach sind die Probleme der bettelarmen Menschen da unten, die so arglistig von deutschen Unternehmen ausgebeutet werden, hausgemacht.
Keine Frage, diese Arbeiter sind sozial wie wirtschaftlich ohne Ende benachteiligt und werden in jeder Hinsicht über den Tisch gezogen. Sie hungern jeden Tag und haben Trinkwasser, mit dem wir uns nicht die Hände waschen würden.
Wenn ich nun aber unter diesen Bedingungen leben würde, wäre das Letzte, nein wirklich, das aller Letzte, was ich mir anschaffen würde, 3-5 Kinder.
Bin ich der Einzige, der findet, dass Afrika, Indien und alle anderen Armenhäuser dieser Welt einfach massiv überbevölkert sind? Wären es ein Drittel der Einwohner, würden unsere Hilfsleistungen wohl reichen. Die Menschen würden nicht zu 6. auf 5m² leben und würden nur ein Drittel des Mülls produzieren, in dem die Leute da ersticken. Vielleicht, aber auch nur vielleicht, würden dann die natürlichen Ressourcen auch ausreichen, diese Bevölkerung zu versorgen, OHNE dass wir Milliarden an Steuermitteln darunter schicken und es Afrikanern und Indern ermöglichen, noch 2 Kinder mehr zu zeugen, deren Mäuler wir dann stopfen dürften.

Und Kik macht eigentlich alles richtig. Wenn man schon den 1.000.000.000 Afrikanern keine angemessene Schulausbildung bieten kann, welchen Arbeitsplatz sollen sie dann besetzen, wenn nicht monoton und zum Billiglohn an einer Nähmaschine? Und um es nicht zu vergessen: Ohne die tausenden Arbeitsplätze, über deren unmenschliche Bedingungen wir uns aufregen, hätten Tausende überhaupt kein Einkommen, zumal 20€ dort unten einen ganz anderen Materialwert haben als bei uns in Europa.

Worauf ich hinaus will: Die Arbeitsbedingungen der Kik-Näher(inen) sind keinesfalls mit unseren vergleichbar. Und schuld daran sind nicht allein die Großmächte. Unter den Umständen, die (Achtung, vielleicht zu radikal:) sich die Ärmsten dieser Welt zu großen Teilen selbst geschaffen haben, ist es einfach nicht mehr möglich, ihnen zu helfen.

Soweit es mich betrifft, ist es nicht meine Schuld, wenn eine 10-köpfige Familie in die Wüste zieht und dann Hunger leidet, da es in einer Wüste nun mal keine fruchtbaren Böden gibt, die eine 10-köpfige Familie ernähren könnten.
Wenn ein Vergewaltiger geschnappt und verurteilt wird, und er dann klagt, wie schlecht es ihm ginge, sind dann die Leute Schuld, die ihn verhaftet haben, oder der Vergewaltiger selbst, weil er verantwortungslos für sich selbst und für andere gehandelt hat? Denn ein Kind in diesem Milieu groß ziehen zu wollen, ist für mich in der Praxis schon fahrlässige Tötung.

Bevor mir jemand die Worte im Mund verdrehen will, ziehe ich selbst meinen Schluss: Lasst die Leute machen, nach dem Prinzip des freien Spiels der Kräfte. Solange sie sich „vermehren“, 5 Kinder und mehr, aber keine Arbeit oder eine menschenwürdige Wohnung haben, kann es ihnen nicht zu schlecht gehen.
Wir müssen begreifen, dass Afrika kein Kontinent für 1.000.000.000 Menschen ist. Und zwar mit allen Konsequenzen, die das nach sich zieht.

Bookmark the permalink.

10 Comments

  1. noch als Nachtrag:
    Kik ist nicht nur ein internationaler Ausbeuter, sondern macht auch zu Hause in Deutschland nicht gerade durch soziale Glanzleistungen von sich reden. So zahlt er seinen Mitarbeitern einen satten Stundenlohn von 5,20 Euro. 5,20 – nicht viel – wird aber noch weniger, wenn noch die Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge (ca. 1/3 des Ausgangsbetrags) abgezogen wird.
    Vergleiche dazu z.B. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,556396,00.html

  2. @jan#1: also ich erkenne hier keine nationalsozialistischen Gedanken bei dir. (Glaube vom höheren Wert einer [arischen] Rasse, Hass auf alle anderen Rassen, extremer Nationalismus ala “Deutschland über alles…”, Agressivität etc.)
    Allerdings sehe ich auch eine krasse Vereinfachung der Dinge.
    Da kann ich paul eigentlich nur recht geben…
    Dein letzer Kommentar, “deine Meinung ist eben nur deine Sicht auf die mögliche Lösung des Problems und nicht die Betrachtung der Ursachen des Problems” offenbart den ganzel Schlammassel. Es ist eben nicht möglich, über Probleme und ihre Lösung zu reden, ohne über die Ursachen der Probleme nachzudenken. Und die Probleme sind eben nicht (O-Ton von dir) von den “bettelarmen Menschen da unten (…) hausgemacht”. Wir haben die Wurzeln für diese Probleme gelegt (@paul) und sind fleißig dabei, weiter Nutzen daraus zu ziehen.
    Allerdings gebe ich dir recht, dass die Art wie die industriellen Länder des Westens hier und da “Hilfe” leisten, eigentlich nicht viel bewirkt und wohl sowieso eher ein “Feigenblättchen” für das Gewissen ist. Dafür sind die investierten Summen einfach zu klein (erst recht im Vergleich zu den erzielten Profiten aus dem praktizierten Neokolonialismus) und nach politischem Kalkül oder nach Prinzip “Gießkanne” verteilt.

    Aber das ist eben Kapitalismus: Das Kapital kassiert die Gewinne und der Staat sorgt dafür, das in bestimmten Rahmen alles glatt läuft. Und die Spesen (z.B. Entwicklungshilfe) darf dann der einfache Bürger und Steuerzahler begleichen.

  3. Jan the original

    Bitte andre namen als Jan! :DD gottverdammt

    Wir haben Fehler gemacht, die zu den umständen führten. Richtig paul. Und weiterer Jan: Es ist meine Sichtweise der Lösung, nicht meine Betrachtung des problems, oder wie es dazu kam. Ich stelle fest, dass es so nicht weiter gehen kann.
    Und ja ich bin hart dabei. Aber nein, das ist nicht nationalsozialistisch. Nochmal: Grundsatz der nazis: Wir müssen die andern vernichten, weil sie einer minderwertigen Rasse angehören.
    Mien grundsatz dabei: Wir müssen unsere Finger daraus lassen, weil wir s sonst nur noch schlimmer machen.

    Und das das Gymnasiast ist traurig? Es sollte für dich ein Wunder sein, dass ein Gymnasiast sowas freiwillig schreibt.

  4. Ein weiterer Jan

    Leider kann ich der Meinung nur zustimmen. Dieser Artikel und deine Sichtweise ist sehr hart und errinert durchaus an den Nationalsozialismus. Sowas als Gymnasiast ist traurig.

  5. Das klingt ja alles total einfach: die Idioten in Afrika und Asien sollen einfach weniger Nachwuchs produzieren und sich vernünftige Lebensbedingungen suchen, dann gehts ihnen auch gleich viel besser. Scheiß Überbevölkerung eben – sind ja seber schuld…

    Aber wo liegen denn die Ursachen für diee Überbevölkerung? Warum hören die Idioten nicht einfach auf, so viel Nachwuchs in die bitterarme Welt zu setzen?

    Da gibt es sicher keine einfache Antwort aber vielleicht ein paar Ansätze:
    Eine Möglichkeit der Begrenzung des Bevölkerungszuwachs ist z.B. Verhütung. Huh… Zur Verhütung bedarf es zweier Voraussetzungen: die Idioten müssen wissen, warum die Kinderlein auf die Welt kommen (Bildung kostet Geld, überall auf der Welt – oder wurdet ihr von eurern Eltern aufgeklärt) und zweitens kosten die Verhütungsmittel auch Geld. Frische Kondome gibts im Busch auch nicht zum Nulltarif und die Pille kostet z.B. bei uns locker 30 Euro für einen Monat. Das dürfte in vielen Ecken der Welt so etwa der Betrag sein, den eine vielköpfige Familie zu Überleben hat. Noch dazu muss die Religion das auch noch erlauben. (Wir sind Pabst!).
    Außerdem: in Deutschland war es vor knapp 100 Jahren durchaus üblich, das einfache Familien locker bis zu 10 Kinder hatten – und die drängten sich auch in engsten Mietkasernen oder Katen. Warum ist das heute nicht mehr so? Sind wir jetzt viel cleverer als die Buschleute aus Afrika und Amerika? Vielleicht ja. Vieleicht liegt es aber auch an solchen netten Einrichtungen, die sich die Menschen in Zentraleuropa vor etwa 100 – 50 Jahren rkämpft haben: Renenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung… Sowas gibt es dort (noch) nicht. Und wer sorgt nun für arbeitsunfähigen und pflegebedürftigen Alten, die in der Buschhütte liegen? Wenn sie Glück haben, einige der Kinder, die die Krankheiten und Unwägbarkeiten der Armut überlebt haben.
    Aber warum machen die armen Schweine denn nicht alles anders als bisher? Vileicht deshalb, weil wir (Europäer, ehemalige Kolonialmächte) ihnen in den letzen 400 Jahren ihre eigenen Wurzel geraubt haben. Wir haben unterschiedlichste Völker in zum Teil urgeschichtlicher Entwicklungsstufe in künstliche Kolonial-Staaten zusammengepfercht und über ihr Wohl und Wehe entschieden. Als dann in den Jahren von 1950 – 1970 die Kolonialmächte vertrieben wurden, blieb folgendes zurück: die Rahmenbedingungen, wir dort hinterlassen haben (Stammeskonflikte, Korruption, wirtschaftliche Abhängigkeit). Und diese Rahmenbedingungen werden auch heute noch fleißig von uns gepflegt. Schließlich kann man die Rohstoffe dieser Länder und deren billige Arbeitskräfte viel besser ausbeuten, wenn es keine starkte, stabile Entwicklung dort gibt und die ehemaligen Kolonien tatsächlich unabhängig wären. Und wer hat dort wohl das wirtschaftliche Sagen? Die kleine lokale Wollspinnerei oder doch ein großes international tätiges Textilunternehmen wie z.B. Kik?? Nun ist Kik sicher nicht die Quelle des Übels – – Kik macht es nur wie alle.
    Wer profitiert davon? Na klar, die Kik-Bosse, aber auch die Europäer, die so billig einkaufen können, ohne sich moralische Gedanken machen zu müssen. Schließlich habe die da in Afrika und Asien die Sache selbst in der Hand.

  6. erstmal: kannst dir irgendne andre kennung als Jan zulegen? sieht aus, als würde ich mit mir selbst diskutieren 😉

    Was kennst du denn für einen anderen Ausweg? Einen Serienmörder per Todesstrafe umzulegen ist genauso empathielos unds tumpf. Aber es muss getan werden. Und was fordere ich denn? Massentötungen? Nein. Ich will nur das wir nicht weiter in die natürlichen Begrenzungen unsere Planeten eingreifen.

  7. Ich habe hier niemanden als Nazi beschimpft, sondern lediglich aus meiner Sicht erkennbare Parallelen zu nationalsozialistischer “Logik” (Ideologie) festgestellt. Es ist eben diese Ausblendung des Sozialen, die das Ganze in meinen Augen als empathielos und stumpf erscheinen lässt. Martin hat das meiner Meinung nach viel vernünftiger ausdrücken können.

  8. der Natuionalsozialsumus besagt, man müsse die andern ausrotten, weil sie nicht deutsch sind. Ich sage, lasst sie machen. Und wenn man auf etwas aufmerksam macht, dass natürlich negative konsequenzen nach sich zieht, ist nicht der krtiker schuld, sonder die leute, die das Problem verursacht haben. Und nur weil ich feststelle, dass es so nicht weiter gehen kann bin ich noch lange kein nazi, wofür es einfach ganz andere denkansätze benötigt.

  9. Ich gebe zu, dass mein Freund Jan (der Autor des Artikels) eine durchaus etwas andere Sicht auf die Dinge in Afrika hat. Dennoch da er vorher ausdrücklich geschrieben hat, dass dieser Artikel auf rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten basiert und keine Rücksicht auf einzelne Schicksale genommen wird, denke ich das er nicht das man ihn als nationalsozialistisch verurteilen sollte. Dies ist nur das Produkt einer Diskussion die Jan und ich im Vorfeld der Veröffentlichung des Artikels geführt haben.
    Weiterhin sind wir auch der Meinung, dass das vielleicht eine Lösung sein könnte, diese aber nicht umzusetzen ist, da, wie gesagt keine Rücksicht auf einzel Schicksale genommen wurde, das natürlich in der Realität zu tun wäre. Auch müsste man die moralischen Instanzen, z.B. die katholische Kirche, in Betracht ziehen.
    Also schönen Tag noch 😉

  10. Tut mir leid, aber mit deiner Vorwarnung hast du voll ins Schwarze getroffen (im wahrsten Sinne des Wortes): Dein Artikel ist rassistisch und chauvinistisch. Und erinnert irgendwie an nationalsozialistische Logik. Tja – schönen Tag noch!

Comments are closed